Arbeitsbereiche

Amazonas

Datenbank Federschmuck in europäischen und brasilianischen Museen. Federbestimmungen. regionale Neuzuordnung

Afrika

Figuren und Masken in europäischen Museen. Regionale Schwerpunkte: Bronze- und Elfenbeinarbeiten aus Benin; Kameruner Waldland

ethnologische Museen

Vergleich ethnografischer Museen in Europa, Humboldt-Forum, Europäische Sammlungsgeschichte, Projekte in Brasilien

Und noch mehr

Geschichte des Sammelns, Markt für afrikanische Kunst, Medien und Politik


ZUR PERSON. Dem Studium der Betriebswirtschaftslehre, Politikwissenschaften und Ethnologie in München (Diplom-Kaufmann) folgte die Promotion an der Universität Bremen im Jahr 1992. Von 1990 bis 1994 journalistische Tätigkeit und ab 1992 bis 2010 selbstständiger Unternehmer in Berlin. Seit 2002 Arbeit als Ethnologe in mehr als 60 europäischen und brasilianischen Museen, und ab 2011 als Redakteur der Zeitschrift Kunst&Kontext. Die ersten afrikanischen und ozeanischen Skulpturen der eigenen Studiensammlung wurden 1987 und der erste Amazonas-Federschmuck wurde 1995 erworben.

Aktuell

AUSSTELLUNGEN

Seit 2011

- 2016 Wissenschaftlicher Berater bei der Sonderausstellung Amazonie. Le chamane et la pensée de la forêt des Musée d'Ethnographie de Genève (Schweiz): Mitarbeit bei der Auswahl von Federschmuck und Keulen, bei der Präsentation der Stücke und bei den Objekttexten. Zur Ausstellung;
- 2015-2016 Kurator der neuen Dauerausstellungsbereiche "Amazonas" und "Afrika" des Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen (Schweiz). Zur Ausstellung;
- 2013 Verfassen der Objekttexte für den Federschmuck der Munduruku im Musée Savoisien in Chambéry (Frankreich). Artikel;
- 2011/12 Kurator für die Bereiche "Amazonas" und "Afrika" der Ausstellung "Schädelkult" in den Reiss-Engelhorn-Museen (rem) in Mannheim (Deutschland). Artikel.

VORTRÄGE

Seit 2014

- 2017 20 Jahre Provenienzforschung in Österreich und im internationalen Vergleich. Mischsammlungen: Ethnografische Museen und Sammlungen, Technisches Museum, Wien (Österreich), 16. November 2017.
- 2015 Vortrag auf der Tagung Erfahrungen mit Rückforderungen menschlicher Überreste und die Debatte über den Umgang damit in musealen Sammlungen des Karl-May-Museum, in Radebeul (Deutschland), 28. Februar 2015.
- 2014 Symposium : Parures de plumes : L'art de l'Amazonie. Exemples de reclassification de parures de plumes d'Amazonie à partir de l'historique et de l'analyse comparative des différentes techniques et matériaux utilisés, Musée du Quai Branly, Paris (Frankreich), 29-30 avril 2014.

RESEARCH CENTER FOR MATERIAL CULTURE gGmbH

Laufende Projekte

Das Research Centre for Material Culture ist eine gemeinnützige GmbH nach deutschem Recht und und hat den Zweck der Förderung von Wissenschaft und Forschung, Erziehung sowie Kunst und Kultur. Unterstützt wird vor allem die wissenschaftliche Forschung zu historischen Objekten, die sich vorwiegend in völkerkundlichen Museumssammlungen befinden, und dies möglichst in Zusammenarbeit mit den Nachfahren der Hersteller aus Afrika, Asien, den Amerikas, Europa und Ozeanien.

- EUROPE MUSEUM PROJECT. Zum Wandel der Ethnografischen Museen in Europa? Ein Vergleich der Ziele, Projekte und Veränderungen. Ziel des Projektes ist die Bestandsaufnahme bei einer Auswahl europäischer Museen, die entweder in den letzten Jahren Umstrukturierungen abgeschlossen haben oder derzeit Maßnahmen durchführen. Mit welchen Ideen, Konzepten, Zielen und welchen Ergebnissen? Der systematische Vergleich europäischer Museen soll die öffentliche Diskussion unterschiedlicher Lösungen ermöglichen. Ein Projekt mit Martin Schultz und Audrey Peraldi. Zur Internetseite des Projektes.

- AMAZONAS - Datenbank & Sammlungsbearbeitung. Seit dem Jahr 2002 Aufbau einer Datenbank "Federschmuck des Amazonas-Gebietes" mit Objekt- und Feldfotos, Sammlungsdokumentation und Literatur. Derzeit sind die Bestände von 66 europäischen und zwei brasilianischen Museen ganz oder teilweise fotografiert (etwa 15.000 Objekte). Durch den vereinheitlichten Thesaurus ist die museumsübergreifende Suche nach Ethnie, Objekttyp, Sammler, Material etc. möglich: Sammlungsbearbeitung "Amazonas Federschmuck vor 1900" im Museum Volkenkunde Leiden (Niederlande) (Text); Sammlungsbearbeitung "Amazonas Federschmuck vor 1900" im Musée du quai Branly (Frankreich) (Text); Objektanalyse des Tupinamba Cape im Musée du Quai Branly (Text auf fr.); Sammlungsbearbeitung "Federschmuck Mundurucu" im Musée du quai Branly.

- Königreich BENIN - Datenbank & Sammlungsbearbeitung. Seit dem Jahr 2012 Bestandsaufnahme von Objekten aus dem Königreich Benin in europäischen Museumssammlungen in einer Datenbank, die Objekt- und Feldfotos, Sammlungsdokumentation und Literatur zusammenführt. Derzeit sind vor allem die Bestände in deutschen Museen erfasst, aber zum Teil auch in Dänemark, Frankreich, Schweden und Spanien. Ein Schwerpunkt ist – soweit dies noch nicht bekannt ist – die Rekonstruktion der Sammlungsgeschichte bis zum Jahr 1897.

ZEITSCHRIFT KUNST&KONTEXT

Seit 2011

Die Zeitschrift erschien erstmals im Frühjahr 2011 und bietet Wissenschaftlern in Museen und an Universitäten, Sammlern und Händlern eine weitere Möglichkeit die Gegenstände außereuropäischer Kulturen zu thematisieren. Ziel ist es ethnologische Themen einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. Herausgeber ist die gemeinnützige "Vereinigung der Freunde Afrikanischer Kultur e.V." Zwei Mal pro Jahr erscheint das Magazin mit einer Auflage von 1.000 Stück und wird an deutschsprachige Abonnenten in sieben europäischen Ländern verteilt. Die Vereinsmitglieder erhalten die Zeitschrift kostenlos, ebenso einige Völkerkundemuseen und Bibliotheken. (Kunst&Kontext - Internetseite)

VEREINIGUNG DER FREUNDE AFRIKANISCHER KULTUR e.V. - Tagungen

Seit 2006

Seit 2006 Vorsitzender der gemeinnützigen "Vereinigung der Freunde Afrikanischer Kultur e.V.".
Diese wurde im Jahr 1995 gegründet. Hervorgegangen aus dem ''Heidelberger Gesprächskreis von Sammlern und Ethnologen', der im Jahr 1983 um den Ethnologen Hans Himmelheber und den Sammler Helmut Zake entstand und in den Folgejahren auch als "Zake-Kreis" bezeichnet wurde.
Die derzeit etwa 150 Vereinsmitglieder sind überwiegend Sammler, einige sind Händler oder Museumsmitarbeiter. Überwiegend kommen die Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich), aber auch aus England, Dänemark, Schweden und den Niederlanden. Zwei Mal pro Jahr finden zweitägige Tagungen in ethnografischen Museen statt, das Programm (Vorträge, Führungen) wird gemeinsam mit dem jeweiligen Museum organisiert. Ziel ist der Austausch zwischen Wissenschaftlern, Sammlern und Händlern sowie die gegenseitige Weiterbildung. Seit 2011 wird die Zeitschrift "Kunst&Kontext" herausgegeben.

FRÜHERE PROJEKTE

2009-2014

AFRIKA - Systematische Digitale Bestandserfassung.
Zwischen 2008 und 2012 wurden Teilsammlungen in Museen erfasst, d. h. die einzelnen Objekte fotografiert und die zugehörige Sammlungsdokumentation ganz oder teilweise digitalisiert.
- Figuren/Masken Afrikas der Ethnologischen Sammlung der Universität Göttingen (2008);
- Figuren Afrikas des Ethnologischen Museum Berlin (2008);
- Figuren/Masken aus Afrika und Ozeanien des Völkerkundemuseum Burgdorf (2008/2009);
- Figuren/Masken Afrikas des Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen (2009/2010);
- Figuren/Masken Afrikas der Reiss-Engelhorn-Museen rem Mannheim (2011);
In den Jahren 2011 und 2012 Konzept, Beratung und Organisation der Bestandsaufnahme des TheaterFigurenMuseum Lübeck - ein Projekt der Possehl-Stiftung Lübeck. Etwa 35.000 Objekte wurden inventarisiert, fotografiert und neu magaziniert. Broschüre.

FELDFOTOS - Luis Fernandez (1980-2009)
2012 wurden etwa 1.600 Feldfotos des Musik-Ethnologen Luis Fernandez erworben, der zwischen 1978 bis 2010 bei den Surui, Enawene-Nawe, Erikbaktsa, Nambicuara und Mynky arbeitete. Die Dias wurden gescannt und können für Ausstellungen und Veröffentlichungen angefragt werden. Artikel.

GUAPORE-PROJEKT - Zusammenarbeit mit Indigenen Gemeinschaften (2009-2014)
Im Juni 2009 besuchten sieben Vertreter der Aruá, Djeoromitxi, Kanoé, Makurap und Tuparí (Anisio Aruá, Armando Djeoromitxi, Augusto Kanoé, Andere Makurap, Analisia Makurap, Dalton Tuparí und Marlene Tuparí) des brasilianischen Bundesstaates Rondonia drei Wochen lang sechs Museen (Basel, Berlin, Dresden, Leiden, St. Gallen, Wien) in vier europäischen Ländern, um die Gegenstände ihrer Vorfahren zu sehen, die in den 1930er und 1960er Jahren von Ethnologen gesammelt worden waren. Zur Finanzierung der Reise stellten die Indianer Sammlungen her, welche die Museen erwarben. In Brasilien organisierten Vertreter der FUNAI (Fundação Nacional do Índio, eine staatliche Organisation) und die brasilianische Journalistin Gleice Mere die Zusammenarbeit. In Europa war die Finanzierung, die Suche nach den Museen und die Reiseorganisation meine Aufgabe. Das Grundkonzept der Veranstaltungen wurde gemeinsam mit dem Museum der Kulturen Basel und dem dortigen Südamerika-Kurator Alexander Brust entwickelt. Das konkrete Programm vor Ort war dann Sache der einzelnen Museen. (Guapore Projekt - Artikel 1 und Guapore Projekt - Artikel 2).

DOKUMENTATION - Herstellung eines Kopfschmuckes der Aruá (2010 - 2014)
Aus dem Besuch von Anisio in Europa und meinen Aufenthalten im Terra Indigena Rio Branco entstand die gemeinsame Dokumentation der Herstellung des Kopfschmuckes der Aruá. Artikel.